Flüssige Erdbeercreme & ein Kindergeburtstag als Filmsequenz

Manchmal überschlägt sich das Leben 1.0 einfach, und frau kommt mit dem Leben 2.0 gar nicht mehr nach… Jedenfalls war das die letzten Tage so. Mini-me ist 3 Jahre alt geworden – die Vor- und Nachbereitungszeit des Festtages ist sicherlich selbstredend. Tantchen kam sogar angereist, und Mini-me war gänzlich in ihrem Element. Aus dem Festtag wurde so quasi eine Festwoche. Und die wurde dann noch gekrönt am Sonntag mit der legendären Geburtstagsparty. Ja, klingt komisch, oder? Sie ist 3 und das Brimborium nimmt kein Ende? Tja, seit sie geboren ist, feiern wir unsere Geburtstage nicht mehr mit Parties oder großen Sausen – dafür aber ihren Und dann kommen eben Freunde, Bekannte, es gibt Champagner Prosecco, wir tanzen auf Stühlen und Tischen schlichten die Wut- und Zankereiausbrüche der „lieben“ Kleinen, versuchen das Mobiliar zu schützen und wischen kleine und große Schweinereien auf. Das Schönste aber ist, dass sich alle guten Freunde (also, fast – nichts gegen diejenigen, die nicht kommen konnten) ob mit Kind und Kegel oder ohne bei uns versammeln, wir einfach ganz simpel, ohne viel Brimborium beisammen sitzen (ab und zu kommt man sogar mal dazu), sich die neuesten Neuigkeiten so in Windeseile verbreiten und Partystimmung früherer WG-Parties auch an Kindergeburtstagen einzieht.

 3. geburtstag

Und nein, wir sitzen nicht alle zusammen brav am Tisch mit Kaffee und Kuchen wie annodazumal (das gab es nur am Geburts-Tag selbst, und nicht einmal das funktionierte, da Mini-me eh mehr herumtigerte als sitzen blieb) – das ist genau das, was Mr. L. und ich einfach abgrundtief verabscheuen. Es gibt Kuchen & Co als Buffet, sogar den Kaffee müssen sich alle selbst eingießen und alle streunern durch die Wohnung oder versammeln sich wie eh und je in der Küche oder im neuen IT-Room, dem Kinderzimmer – dort geben sich schließlich die Stars der Stars die Ehre. Alle reden, lachen – wenn wir alle in einem Film mitspielen würden, würde die Kamera leise aus dem Bild und der Wohnung herausfahren, sie würde leicht abgeschrägt in Vogelperspektive gehen, gefühlsschwangere Musik würde leise eingespielt werden und der Zuschauer würde seufzen vor Glück. Jedenfalls soweit, bis die Musik abreißt, weil es im Kinderzimmer gerade wieder Mord und Totschlag gibt.

 kerzenmeer

An Mini-mes Geburtstag selbst hatte Tantchen das Backen übernommen, und ich war in dem puren Luxus nach hause zu kommen und nicht einmal mehr den Tisch herrichten zu müssen. Wenn das kein Geschenk für mich ist, weiß ich auch nicht. Am Wochenende jetzt, habe ich natürlich das Backen übernommen – Erdbeercreme-Torte sollte es werden. Ähm ja, sollte…

 kerzen auspusten

Der Boden war locker fluffig gar kein Problem. Die Creme enthielt ein Kilo Erdbeeren, war wunderbar beerig und leicht – allerdings schwamm sie auch nach Stunden des Wartens und Kühlens noch immer auf dem Kuchenboden hin und her. Ein Grund, weshalb es von diesem Erdbeertraum kein Foto gibt – Alpträume lassen sich nicht auf`s Foto zwingen. (Dafür habe ich den Stift gezwungen – sogar Mini-me hat erkannt, was Mama hier abbilden wollte, naja.) Das nächste Mal habe ich jedenfalls noch 2 oder 3 Gelatineblättchen mehr in petto.  Selbstverständlich gab es trotzdem noch ein Kuchenbuffet vom Café meines Vertrauens – gut, dass Sonntag Cafétag ist und die auch außer Haus verkaufen…

Hier nun

Erdbeercreme-Kuchen in der Theorie…

Erdbeercreme-Kuchen

ZUTATEN

250g Sanella

200g Zucker, 4 große Eier

100g gemahlene Haselnüsse

300g Mehl, 1 Päckchen Backpulver

12 Blatt weiße Gelatine (gerne vorsichtshalber etwas mehr…)

1kg Erdbeeren

400g Hüttenkäse

500g Speisequark

100ml Agavendicksaft

 

ZUBEREITUNG

Fett mit Zucker cremig rühren, Eier unterrühren, Nüsse, Mehl mit Backpulver zugeben und zu zähem Rührteig verrühren. Im vorgheizten Backofen bei 200 Grad glattgestrichen in der Form 20-30  Minuten backen. Auskühlen lassen.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen, Erdbeeren waschen. Tiefgefrorene Früchte schon vorher auftauen lassen, den größen Teil pürieren, den Rest auf dem Kuchenboden verteilen.Hüttenkäse, Quark, Agavendicksaft und Erdbeerpüree vermengen. Gelatine tropfnass bei schwacher Hitze auflösen und in die Creme geben. Gut verrühren und auf den Kuchenboden geben. Kühl stellen und (haha!!) festwerden lassen.

TIPP: Wenn keine Gelatine hilft, dann tiefkühlen und als Eistorte servieren.

16. Januar 2014 von Mrs. Popsock
Kategorien: Aus`m Leben, Küche, Zuhause | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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