Pst… – ein besonderes Virus

Pst…,

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ich hab ihn auch, den Virus, der derzeit besonders in der Bloggersphäre umzugehen scheint. Macht wahrscheinlich der Frühling… Claretti ist gerade erst vom Krankenbett auferstanden, Johannas Bauch bläht sich, Marlene von Spruced sucht kräftig nach neuen Klamotten, und irgendwie reißt der Faden nicht ab – die Babybäuche sind los.

 

Plötzlich war ich unsicher und wollte keinen Glühwein trinken, und das vor Weihnachten… Und nun wölbt sich mein Bauch tatsächlich immer runder, und das nicht (nur) durch unlauteren Schokoladenkonsum. Letzte Woche habe ich tatsächlich die ersten Schwangerschaftshosen (aaah, was für ein Fehlkauf!! Ich wollte auf die angenähte Bauchstütze, die gefühlt bis zu den Ohren reicht, verzichten. Das Resultat ist eine Hose, die beim Hinsetzen leicht entschwindet und einen super Bauarbeitera… macht.) gekauft – die zerbeulten Dingerr von der Schwangerschaft mit Mini-me hatte ich längst entsorgt, und meine noch relativ neu erstandenen Skinnyjeans fingen nun doch langsam an zu zwicken… Gestern war ich dann erneut im Laden meines Vertrauens und habe eine Jeans mit Baucheinsatz erstanden, die zumindest vorerst gut zu sitzen scheint. Yeah! Mutter werden soll ja nicht heißen, wie “Muddi” auszusehen…

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Am Freitag auf dem Heimweg hielt ich wie fast jeden Tag in dem kleinen Lädchen, in dem die Zeit wohl stehen geblieben ist. Die Produkte sind zwar alle Marke West, aber die Damen, die dort arbeiten in ihren Kittelschürzen mit ihren jugendlich gedrehten Locken sind allesamt Linie Ost. Nie wirklich freundlich, aber irgendwie urig, fast schon so wie in einem Film von Andreas Dresen. Es ist der einzige Laden auf de Weg vom Bus zur Arbeit, jeden Morgen steht dort eine Riiiiiesenschlange, um die Schoko-Milch, das Brötchen und die Tageszeitung noch vor Arbeitsbeginn zu ergattern. Aber ich schweife ab – ich gehe jedenfalls wagemutig (man weiß ja nie, welche Laune dort gerade vorherrscht) in den Laden, um den obligatorischen Schokoriegel für Mini-me zu erstehen, den ich ihr jeden Tag von „Arbeit“ (Notlügen müssen sein) mitbringe. Die Dame am Tresen stiert auf meinen Bauch, überlegt und fragt in ihrer schrillsten (und wohl freundlichsten) Tonlage: „Nu, wann isses denn soweit?“, als wäre ich kurz vorm Platzen. Äh, im August, antworte ich brav, stecke den Riegel in meine Tasche. „Da hammer ja noch bissel Zeit!“, meint sie dann vergnügt. Nu, das hammer… Auch wenn ich mich in diesem Moment sofort gefühlt habe wie in der Mitte bis zum Ende der ersten Schwangerschaft – wie ein Walross. Aber ein schönes selbstverständlich.

 

Bei mir steht in vielerlei Dingen der Kurs auf Entschleunigung, was sich allerdings nicht auf Mini-me bezieht. Die Süße ist zwar von der Vorstellung fasziniert, dass ich ein Baby im Bauch habe und es im Sommer da raus kommt, sie weiß aber nichts von den Wehwehchen und der Müüüüüdigkeit, die ein solcher „Umstand“ mit sich bringen. Daher gibt es bei mir derzeit nur noch einen Post in der Woche, Asche auf mein Haupt. Zu mehr reicht einfach die Energie neben dem Leben 1.0 nicht.

 Gestern abend gab es wieder ein kleines Blubbern im Bauch, was sich so unspektakulär anfühlt wie aufkommende Blähungen. Ja, lecker, ich weiß. Aber umso spektakulärer ist es, wenn man weiß (oder sich einbildet?), dass das Krümelchen wohl gerade seine Turnübungen fabriziert. Gänsehaut und seliges Lächeln inklusive.

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So, das war es, was ich kurz erzählen wollte – Nachschub an der Geschwisterfront für Mini-me in Sicht, yeah!! Ich muss aber zugeben, so viel weniger Zeit auch bleibt, sich intensiv mit Schwangerschaft und Babywahn auseinanderzusetzen, schließlich fordert Mini-me ihr Soll ein – ist diesmal die Angst, es könnte etwas schief gehen, etwas nicht in Ordnung sein, viel größer. Einfach weil frau mehr weiß. Und weil Kinderkrankheiten genau vor ihrer nicht-immunen Nase toben.  Aber die Freude, die bleibt.

09. März 2014 von Mrs. Popsock
Kategorien: Aus`m Leben | Schlagwörter: , , , , | 4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. Oh wie schön, ganz herzlichen Glückwunsch! 🙂 Ich freue mich für dich und hoffe, dass du uns auf dem Laufenden hälst. Ich bin seit “26 Zeilen Liebe” stille Mitleserin (auch Asche über mein Haupt!) und du verzückst mich immer wieder mit deinen wunderbaren Geschichten, ein großes “dankeschön” dafür! Ich wünsche dir noch eine schöne Woche mit hoffentlich noch schönerem Wetter, damit auch die Frühlingsschuhe mal an die Luft dürfen 😉
    Liebe Grüße,
    Lisa

    • Och, dankeschön!! Ich freue mich sehr, dass ich Dich immer wieder verzücke, das tut echt gut zu lesen. Und klar, ich bleibe dran am Berichten von der Kugelbauchfront…

  2. Das ist der beste Virus den man haben kann! Genieß die Zeit! Liebe Grüße, Kerstin

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