Marketa Irglova – auf ein wunderbares 2014!

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich Glen Hansard mit Marketa Irglova live in Berlin gesehen habe. Damals waren sie noch ein Paar und standen im Hype von Once. Ich weiß noch, wie ich sogar während des Konzerts mich gewundert habe, was denn in diesem lieben Mädchen von nebenan alles steckt – ja, nie hätte ich jenem grauen Mäuschen eine solche Kraft und gleichzeitig eine solche elfenhafte Zartheit zugetraut, besonders nicht live. Ich war fassungslos über diese zarte Person, die mit ihrer genauso zarten fast zerbrechlichen Stimme eine solche Kraft zum Ausdruck bringt, so viel Gefühl, Schmerz, aber auch Hoffnung verbreitet!

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marketa irglova-irish philadelphia photo essays via flickr.com

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Sie sieht weder aus wie ein Klischee-Star noch benimmt sie sich wie einer. Vor ein paar Monaten hat sie ein kleines Mädchen zur Welt gebracht, lebt zurückgezogen nach ihrer Trennung von Glen Hansard mit ihrem Freund und der kleinen Tochter in Finnland und ist wahrscheinlich so normal und durchschnittlich, wie du und ich. Und doch verzaubert sie mit ihrer glasklaren Stimme. Und ja, sicherlich hört man umso genauer hin, seitdem beispielsweise die Trennung von Hansard bekannt wurde, sie waren schon so etwas wie ein Traumpaar schlechthin. Er scheinbar 100 Jahre älter als sie, ein Freund ihres Vaters – sie die Mädchenfrau von nebenan. Neben ihm schien sie fast unterzugehen, so präsent er eben ist. Und doch tat sie das nie – sie glich eben einer Elfe.

Da ich als bekennde Silvesterhasserin (wozu nochmal feiert man diese Nacht nochmal mit zig dämlichen Parties?) gerne ein kleines Kontrastprogramm zum lauten Partyknaller anstimme, dachte ich mir, so ein paar leise Töne von Marketa Irglova passen gut zum Ausklang des Jahres 2013. Leise, fast scheu und dennoch präsent und unverkennbar – absolut wunderbar. Für mich ist sie eine Mischung aus Tori Amos, Heather Nova und eben sich selbst.

Ganz leise wünsche ich (oha, dabei hasse ich Gut-Neujahrswünsche…) einen schönen Start in ein famoses 2014!

 

30. Dezember 2013 von Mrs. Popsock
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