Ein Stück vom Glück – Schokoladen-Nutella-Brötchen aus den Kochhelden. Rezepte für das wahre Leben

„Was wünschst Du Dir vom Weihnachtsmann?“, frage ich kürzlich Mini-Me und erwarte, Puppenwagen, Spieleküche oder Dreirad zu hören. Gut, vielleicht habe ich einmal mehr ihr zartes Alter in meinen Überlegungen außen vorgelassen. Was sie aber mit dem strahlendsten Lächeln erwidert, bringt mich schlagartig zum Lachen: Schokolidi, Mami!

 

Schokolade macht glücklich, das ist ein Fakt. Allein schon der Begriff an sich lässt schlagartig Tränen versiegen, stoppt die schwerste Schreiattacke und bringt selbst den stursten aller Böcke zur Sanftmut. Ja, schon in meinen Kindertagen war es das Beste, jeden Mittag von Mama abgeholt zu werden (ja, ich bin bekennendes Mittagskind) und zu wissen, sobald wir auf der Straße sind, zaubert sie garantiert aus ihrer Tasche einen Schokoriegel für mich hervor. Jeden Tag. Ich schaffe es nicht immer, meiner Sonne jeden Tag etwas mitzubringen, das gebe ich zu. Aber auf dem Weg nach Hause halten wir regelmäßig an einem kleinem Lädchen an, wo sie sich ein Riegelchen aussuchen darf. Und allein dafür werde ich mit dem schokoladenverschmiertesten Lächeln belohnt, das es von einem Fahrradsitz hinunter geben kann.

 

Klar, auch Gummibärchen und Lollies werden nicht verschmäht, aber Schokolade macht immer das Rennen. Schokoholismus wurde wohl von Mr. L. An Mini-me vererbt – die arme… Aber sei es drum, die beiden sind einfach

 

die Schokolade in meinem Brötchen!

 Schokostück vom Glück

 

Ich erinnere mich noch gut an die ruhigen Sonntage meiner Kindheit. In der Provinz (und zu DDR-Zeiten) gab es weder offene Bäckereien noch anderweitig viel los, so dass unser Süß-Hunger von Mamas Backkünsten gestillt werden musste. Auf die Schnelle gab es dann meist Hörnchen aus Hefeteig mit Marmeladenfüllung, womit ich als Kind nie wirklich zufrieden war. Ja, die Prinzessin in mir wollte richtigen Kuchen. Aber nun ertappe ich mich dabei, wie ich mich an den Hörnchenduft in der Küche erinnere, an die Süße der Marmelade in der Mitte. Und ich bin auf ein Rezept gestoßen, meine Kindheitswehmut und die tiefe Schokoladenliebe meiner beiden Lieblinge zu verbinden:

Nutellabrötchen aus den Kochhelden von Max & Eli Sussman. Und ich war sofort Feuer und Flamme!

 

Callwey Verlag

Callwey Verlag

 

Das Buch enthält nämlich neben all den absolut leckeren Rezepten, wunderbaren Fotografien, dem „anderen“ Layout weg von der Stange ganz persönliche Anekdoten zu jedem Rezept. Es gibt kleine Zeichnungen und ist ein wahres Kleinod unter den Kochbüchern. Allein das Layout sticht ins Auge – simpel, aber liebenswert. Und ich schätze, es ist auch als Geschenk für Weihnachten gut geeignet, eben weil es ganz anders als das typische Kochbuch-Schischi ist.

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Elis Mutter nämlich machte jene Nutellabrötchen immer, wenn sich Familie und Freunde zum Brunch trafen. Und ja, ich habe beschlossen, zum nächsten Picknick oder zur nächsten Bruncheinladung die Leckerbissen aus dem Schokoladenparadies mitzunehmen. Denn ob Sonntagskaffee oder Montagsfrühstück – Mini-me ist begeistert, ich habe noch ihr Schmatzen im Ohr…

schokoladenbrötchen-tit

 

Zutaten

1 Pckg Trockenhefe

1 TL grober Zucker + 60g

125 ml Milch

60g Butter

1 TL Salz

2 Eier, verquirlt

1 TL Vanilleextract (bei mir tat es Vanillezucker)

650g Mehl (die Mengenangabe ist eine pure Fehlangabe, ich habe viel mehr gebraucht, damit aus dem klebrigen Etwas ein Teig wurde…)

Öl für die Schüssel

75g Butter (Sanella)

180g brauner Zucker

100g grob gehackte Pecannüsse (ich habe Mandeln genommen, auch lecker)

220g Nutella (yeah!)

1 Ei verquirlt zum Bestreichen

Zimt

 

So geht`s!

 

  1. 125ml warmes Wasser (40GRad) mit Hefe, 1 TL Zucker verrühren, stehenlassen bis es anfängt zu knistern. Milch aufkochen, 60g Zucker, 60g Butter & Salz einrühren. Beiseute stellen, abkühlen lassen.

  2. Hefemischung mit Milchmischung, Eier, Vanille und Hälfte des Mehls mischen. Teig kneten bis er nicht mehr klebt, nach Bedarf restliches Mehr zugeben. In geölter Schüssel gehen lassen, bis er doppelt so groß ist (ca. 1 Stunde).

    Tipp: Teig eine halbe Stunde bei 75 Grad im Ofen lassen.

  3.  Ofen auf 190 Grad vorheizen. 75G Butter zerlassen, braunen Zucker zugeben, auflösen. Auf Bakblech streichen und Pecannüsse zugeben, stehen lassen.

  4. Teig zu 40x50cm-Rechteck ausrollen, mit Nutella bestreichen. An langer Seite Rand lassen und den mit dem verquirlten Ei bestreichen (Klebefläche). Teig aufrollen, mit Zimt bestreuen, in Brötchen schneiden und auf das Blech mit der Zucker-Butter-Mischung setzen. Backzeit: 20-25 Minuten.

 

Die Ergebnisse

 

viele Nutellabrötchen Nutellabrötchen2 nutellabrötchen1 Nutella frisch vom Blech-Nutellastücke

 

Das Buch wurde mir vom Callwey-Verlag zur Verfüugung gestellt, in den Schokoladensog bin ich aber durch Mini-me und Mr. L. geraten. Yummyum!

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19. Oktober 2013 von Mrs. Popsock
Kategorien: Rezepte, Zuhause | Schlagwörter: , , , , | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Mhh, lecker sehen die aus! Ein bisschen wie Nutella-Zimtschnecken! Kann ich mir sehr gut an einem kalten Wintermorgen zu einer heißen Tasse Tee vorstellen!
    Ich wünsch dir eine wunderbare Woche!

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